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Hallo!
Ich hoffe Sie sind gesund und munter ins neue Jahr gekommen. Kein brennender Tannenbaum, keine fehlgeleitete Rakete und kein explodierendes Fondue? Na ja, dann haben sich die Tipps sicher gelohnt! Apropos Tipp: Der folgende Artikel sollte eigentlich schon im Novemberheft letzten Jahres erscheinen, leider gab es damals bei der Übertragung der Daten zur Druckerei ein paar Schwierigkeiten und er konnte nicht erscheinen. Da aber auch darin ein paar nützliche Tipps enthalten sind, möchte ich Ihnen diese nicht vorenthalten. Also – spät aber doch noch gedruckt:
 Letztens bat mich ein Radaktionsmitglied um ein paar Tipps und Informationen zum Thema Feuerlöscher. Das brachte mich auf die Idee, hier an dieser Stelle mal was über "kleinen, roten Dinger", die so mancher im Keller hängen hat, zu berichten. Früher mussten alle, die Heizöl im Keller gelagert hatten vor diesem Lagerraum einen Feuerlöscher installiert haben, eine Vorschrift, die mittlerweile nicht mehr gilt. Die Tatsache allerdings, dass man einen Feuerlöscher im Haus hat, ist aber keine schlechte Idee, denn zum Bekämpfen eines Entstehungsbrandes sind die Dinger (auch in der "Laienhand") sicher das aller erste Mittel der Wahl. Aber sind wir uns mal ehrlich, wer von denen, die dieses wirklich nützliche Ding noch im Keller haben, kennt sich damit aus und wer könnte es im Ernstfall auch richtig einsetzen?!  Deshalb an dieser Stelle ein paar Tipps und Hinweise zum richtigen Gebrauch von Feuerlöschern. (Auch Leute, die nicht selbst im Besitz eines Löschers sind, dürfen die folgenden Zeilen gerne lesen, vielleicht kommen ja auch sie einmal in die Situation so ein Ding bedienen zu müssen.) Fangen wir mal ganz von vorne an: Gucken Sie doch mal etwas genauer nach dem Löscher, irgendwo findet sich eine kleine "TÜV-Plakette", diese zeigt Ihnen wann der Löscher das letzte Mal geprüft worden ist. Ist das Datum älter als 2 Jahre wird es aber allerhöchste Zeit für eine erneute Prüfung, denn –wie Ihr Auto- müssen auch Feuerlöscher spätestens alle 2 Jahre von einem Fachmann geprüft werden. Sollten Sie sich nicht richtig sicher sein, dürfen Sie gerne eine(n) Feuerwehrmann/-frau fragen, der /die guckt gerne mal nach. Danach sollten Sie sich mit der auf dem Löscher abgedruckten Bedienungsanleitung vertraut machen, das spart Ihnen im Ernstfall viel Zeit. Wenn es dann wirklich ernst ist, müssen Sie bei allen Feuerlöschern erst einmal die Sicherung entfernen und den Löscher damit aktivieren. Leider hat da jeder Hersteller so seine eigene Vorstellung was eine vernünftige Sicherung ist und so sind diese Sicherungen höchst unterschiedlich, deshalb auch der Tipp mit dem ausgiebigen Studium der Bedienung in einer stillen Stunde. Nachdem die Sicherung entfernt und der Löscher aktiviert ist, sollten Sie zur Sicherheit etwa 5 Sekunden mit dem Einsatz warten, es gibt Löscher, die sich erst "aufladen" müssen und das dauert (laut Vorschrift) maximal 5 Sekunden. Jetzt geht es ans Löschen: Je nach Größe hat so ein Feuerlöscher eine maximale Wurfweite von 4 bis 7 Metern. Sie müssen also nahe an das Feuer ran, aber das sollte bei einem Entstehungsfeuer kein allzu großes Problem darstellen. Doch Vorsicht: Bei den Pulverlöschern wird das extrem fein gemahlene  Pulver mit einem nicht brennbaren Gas aus dem Behälter gedrückt und (siehe oben) kommt gebündelt und mit einem "Affenzahn" aus der Düse geschossen. Damit Sie eine maximale Löschwirkung erzielen, sollten Sie mindestens einen Abstand von 2-3 Metern zum Feuer einhalten, schließlich soll das Feuer ja nicht ausgeblasen werden, sondern das Pulver soll seine Löschwirkung voll entfalten. (Für die Interessierten: Das Pulver wirkt durch den sogenannten antikatalytischen Effekt und nicht –wie früher geglaubt- durch Ersticken der Flammen.) Sie sollten also die volle Ausdehnung der Pulverwolke zum Löschen benutzen. Setzen Sie einen Löscher immer mit der Windrichtung ein (entgegen schlagende Flammen sind meist ziemlich heiß), beginnen Sie mit dem Löschen des Brandherdes immer von vorne und unten. Legen Sie quasi sanft eine Pulverwolke über das gesamte brennende Objekt. Ein Feuerlöscher ist zwar recht groß und schwer, doch lassen Sie sich nicht dazu verleiten zu glauben, Sie hätten "unendlich" viel Löschmittel zur Verfügung! Ein 6 kg Löscher hat eine Löschdauer von ca. 10 bis 14 Sekunden, ein 12 kg Löscher hat Pulver für etwa 15 bis 20 Sekunden. Allein schon deshalb immer in kurzen Stößen löschen, das hat auch den Vorteil, dass man sich nicht mit einer riesigen Pulverwolke die Sicht blockiert. Wenn das Feuer erlischt - aufhören, es kann sehr gut sein, dass es zu einer Rückzündung kommt und dann brauche Sie das restliche Pulver im Löscher dringend. Bei größeren Bränden (z.B. an Ihrer Arbeitstelle) mit mehreren Personen und Löschern gleichzeitig vorgehen, dabei aber immer eine Reserve bereit haben. Und ganz wichtig: Zur Sicherheit die Feuerwehr alarmieren, sollten Sie es nicht schaffen den Entstehungsbrand zu Löschen, sind wir schnell da und können uns um Ihr "Problem" kümmern. Das war jetzt sicher alles ein wenig viel und schnell, aber vielleicht haben Sie ja mal ein paar Minuten Zeit und gehen in Gedanken den Fall eines Falles durch. Wenn Sie Fragen zu alledem haben, fragen Sie uns, wir geben Ihnen jederzeit und gerne Auskunft zu diesem und auch allen anderen Fragen zum Thema vorbeugender und abwehrender Brandschutz  - Sie müssen sich nur trauen!!!
Das soll es für diese Mal gewesen sein, bis zum nächsten Monat Tschüss sagt

 
Flori

Neues von Flori
UNSER ECHO
Ausgabe 02.06
 

Hallo!
Bei einer Internetrecherche stieß ich letzte Woche auf einen Artikel, der mir fast das Blut in den Adern gefrieren ließ. Dort wurde von einem Fall berichtet, bei dem zwei Autofahrer nach einem zugegebenermaßen schweren Verkehrsunfall in ihrem Wagen verbrannt sind, obwohl beide relativ leicht zu retten gewesen wären. Wie war es dazu gekommen? Nun, sowohl Fahrer als auch Beifahrer saßen verletzt und ohne Bewusstsein in ihrem Wagen, der beim Unfall Feuer gefangen hatte. Niemand aus dem Kreis der Schaulustigen traute sich an das Fahrzeug heran und keiner kam auf die Idee die beiden Verletzten aus dem Wrack zu retten. Von der Polizei befragt, gaben einige der Anwesenden an, sie hätten Angst vor einer möglichen Explosion des Wagens gehabt. Damit Sie, sollten Sie einmal in eine solche Situation kommen, vernünftig reagieren, hier ein paar Tipps und Erklärungen zum Thema Autobrand. Also: Erstens und gaaanz wichtig – ein Auto explodiert nicht!!! Uns wird zwar fast in jedem zweiten Spielfilm gezeigt, wie nach einer spektakulären Autoverfolgungsjagd ein oder gar mehrere Fahrzeuge in fulminanten Feuerbällen explodieren aber solche Szenen entspringen lediglich der übersteigerten Phantasie von Filmregisseuren. Mittlerweile sind wir als "normaler" Fernsehgucker auch schon so an die explodierenden Kisten gewöhnt, das man ein nach einem spektakulären Überschlag auf einer Wiese still ausrollendes Fahrzeug als "unrealistisch" und langweilig ansehen würde. Aber glauben Sie mir - ein Auto mag zwar bis zu einem Haufen ausgeglühten Blech ausbrennen aber explodieren wird es nicht! Der Grund dazu ist eigentlich relativ einfach. Um eine Explosion mit Benzin auszulösen, muss man ein ziemlich genaues Verhältnis an Benzindampf und Luft einstellen. Dabei darf der Wert nicht kleiner als 0,6% Benzindampf in Luft und nicht größer als 8% werden. Schon mal mit falsch eingestelltem Vergaser gefahren? Wenn die Kiste nur noch ruckelt und spotzt, liegt es meist daran, dass die Gemischaufbereitung im Vergaser ein klein wenig neben dem Optimum liegt und oberhalb und unterhalb der genannten Grenzen geht in Sachen Explosion schon gleich garnix. Im übrigen liegt der Tank eines Fahrzeuges in der Regel am sichersten Platz, den der Wagen bietet (meist ganz nahe der Hinterachse) und bleibt fast immer unbeschädigt. Die physikalisch-chemischen Eigenschaften des Benzins sorgen auch dafür, dass ein fast leerer Tank stets prall mit Benzindampf gefüllt ist, also wieder nix mit Explosion. Wenn Sie also zu einem verunglückten Fahrzeug kommen aus dem noch Leute zu retten sind, keine Angst die Kiste kann nicht explodieren.
Zweitens: Selbst wenn ein Wagen im Motorraum voll am Brennen ist, bleibt genügend Zeit Verletzte aus dem Auto zu retten. Konstruktionsbedingt haben moderne Fahrzeuge quasi ein Brandschott zwischen Motor- und Fahrgastraum und je nach dem wie stark es im Motorraum brennt, dauert es bis zu 10 Minuten (und mehr) bis sich das Feuer zum Fahrgastraum durchgefressen hat. Ein Entstehungsbrand im Motorraum lässt sich übrigens locker mit einem 2 kg Pulverlöscher (den man im Auto haben sollte) löschen. Wie man so was macht, dazu gab es im letzten Heft ausführliche Tipps. Hier gibt es allerdings etwas wichtiges zu beachten: Sollte das Fahrzeug aus dem Tank brennen, diese Flamme bitte nicht löschen!!! Hört sich jetzt vielleicht verrückt an aber macht wirklich Sinn. Durch die Hitze eines brennenden Wagens verdampft sehr viel Benzin, entzündet sich dann irgendwann und aus dem Tankstutzen flackert ein nettes Flämmchen! Brennen lassen!!! Im Tank und im Tankstutzen stehen 100% Benzindämpfe – da kann nichts explodieren!!! (Siehe auch weiter oben!) Wenn Sie die Flamme jetzt löschen, verbrennen die Dämpfe nicht und sinken leicht nach unten. Es entsteht ein "See" aus Benzindämpfen, der irgendwann die kritische Marke von 0,6 % überschreitet und dann rumpelt es wirklich! Also: Autos löschen, Leute rausholen aber auf jeden Fall ein aus dem Tankstutzen brennendes Fahrzeug erst einmal am Tankstutzen brennen lassen (auch wenn’s schwer fällt!). Wer dann auch noch in der Zwischenzeit die Feuerwehr alarmiert hat aber auch wirklich alles richtig gemacht! Gratulation!
Und vielleicht noch ein Tipp: Wie wäre es eigentlich damit denn Erste Hilfe Kurs (Sie erinnern sich dunkel?) mal wieder aufzufrischen? Schaden kann es sicher nicht, wenn man zu Hause, im Straßenverkehr, in der Firma oder wo auch immer richtig Erste Hilfe leisten kann. Fragen Sie doch einfach mal bei den entsprechenden Organisationen nach, dort werden sicher solche Auffrischungskurse gegen eine kleine Gebühr angeboten!
Das soll es für diese Mal gewesen sein, bis zum nächsten Monat Tschüss sagt

 
Flori


Neues von Flori
UNSER ECHO
Ausgabe 03.06
 

Hallo!
Der letzte Artikel an dieser Stelle war noch keine 2 Tage alt, da gab es mal wieder einen spektakulären Einsatz für uns und über diesen und einen weiteren Einsatz will ich Ihnen heute berichten. Am 18. Februar wurden wir so gegen Viertel nach fünf von den Meldern  mit Brandalarm geweckt und unsanft aus den Federn geholt. Es brannte in der Großenbruchschule und wie es brannte. In den Werkräumen der Schule tobte ein "ausgewachsener" Brand und wir hatten unsere liebe Mühe mit ihm. Scheinbar hatte das Feuer ausreichend Zeit, um um sich zu greifen und so ein Ding löscht man nicht so einfach mehr als ein kleines Lagerfeuerchen. Doch mit gemeinsamer Anstrengung gelang es das Feuer einzudämmen und zu löschen. Schnell war klar, das Ding war nicht einfach so oder durch einen technischen Defekt entstanden, hier lag offensichtlich Brandstiftung vor. An mindestens zwei Stellen war vorsätzlich Feuer gelegt worden und bei den Nachlöscharbeiten bzw. bei der Brandwache wurde noch eine weitere Stelle gefunden an der Feuer gelegt wurde. Durch das Feuer war der gesamte Trakt in Leidenschaft gezogen und es sah schlimm aus. Sicher haben Sie der Presse entnommen, dass die Aufräumarbeiten einige Zeit in Anspruch nahmen und der Schaden eine sechsstellige Summe ausmachte. Noch während der Nachlöscharbeiten nahmen die Spezialisten der Brandursachenermittlung ihre Arbeit auf. An dieser Stelle darf ich vielleicht alle potenziellen Brandstifter und solche, die mit Gedanken in dieser Richtung spielen schon mal warnen: Diese Jungs von der Polizei verstehen ihr Handwerk, die sind richtig gut! Wenn ein Brand vorsätzlich gelegt wurde, finden die Spezialisten das heraus und dann wird solange gesucht bis der Brandstifter gefunden wird. Wie Sie sicher auch der Presse schon entnommen haben, ist auch "unser" mutmaßlicher Brandstifter mittlerweile gefasst und er wird sicher für längere Zeit "gesiebte" Luft atmen, vielleicht vergeht ihm dabei die Lust am Feuer legen. Zu seiner Festnahme beigetragen hat sicher die Tatsache, dass er ein zweites Mal in der gleichen Schule gezündelt hat und dabei wieder einige Spuren zurück gelassen hat. Dieses Mal hatte er es auf die Funktionsräume für Physik und Chemie abgesehen und wieder hat er an mehreren Stellen Feuer gelegt. Besondere Schwierigkeiten hatte unser Angriffstrupp mit einer Stelle, an der es immer wieder zu brennen begann und das Feuer einfach nicht erlöschen wollte. Soll schon mal vorkommen, aber diese Stelle war einfach zu "hartnäckig". Nach etwas genauerem Hinsehen war dann aber auch klar warum, unser "Freund" hatte scheinbar auch an der Gasleitung herumgespielt und aus der offenen Gasleitung heraus brannte es immer wieder munter auf. Um diesem Spuk ein Ende zu bereiten, wurde die zentrale Gasversorgung der Räume abgeriegelt und nach dem das Gas aus der Leitung abgebrannt war, konnte auch diese Ecke abgelöscht werden. Schon ´ne perfide Idee die Gasleitung mit in die Brandstiftung mit einzubeziehen. Glück gehabt, dass da nicht mehr passiert ist! Ebenfalls Schwein gehabt, dass ein Brandsatz, der am Lagerschrank der Chemikalien abgelegt war nicht so richtig in die Gänge kam, nicht auszudenken, was beim Brand von Chemikalien so alles passieren kann! Na ja, auch diese Feuer war bald gelöscht, aber auch hier war wieder immenser Sachschaden entstanden und es wird sicher etwas dauern, bis die Räume wieder entsprechend hergerichtet sind. Glücklicherweise hat unser "Freund" jetzt jede Menge Zeit sich zu überlegen, ob seine Ideen wirklich so gut waren und vielleicht lässt er ja zukünftig die Finger vom Feuer.
Vielleicht zum Ende noch ein Tipp: Am 3. April, das ist ein Montag, starten wir wieder in das praktische Übungsjahr und das beginnt traditionsgemäß mit der jährlichen Überprüfung der Hydranten. Die einzelnen Trupps gehen so ab 16:30 Uhr los und testen die Funktion aller Hydranten in Elversberg. Gerade in Strassen mit alten Wasserleitungen aus Metall kann es dabei zu einer kurzfristigen Einfärbung des Wassers durch Rostablösungen kommen. Sollten Sie also für diesen Tag Ihre große Wäsche planen, richten Sie es am besten so ein, dass Sie in der betreffenden Zeit nicht gerade das beste Tafelleinen in der Waschmaschine haben.
Das soll es für dieses Mal gewesen sein, bis zum nächsten Monat Tschüss sagt

 
Flori


Neues von Flori
UNSER ECHO
Ausgabe 04.06
 

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